Marco NaberMarco Naber, Mitbegründer der SIEVERS-SNC GmbH & Co. KG

DiCon regt auf

„So funktioniert es nicht mehr.“ Dies waren meine Schlussworte nach dem Strategiemeeting meines Unternehmens im Jahre 2013. Ich bin Marco Naber, Mitbegründer der SIEVERS-SNC GmbH & Co. KG. Wir sind ein IT-Systemhaus, gegründet 1989, und gehören mit fast 300 Mitarbeitern zu den führenden IT-Unternehmen in Deutschland.

Was war los? Nach über 20 Jahren kontinuierlichem Wachstums zeichnete sich in den letzten Jahren eine gewisse Müdigkeit ab. Irgendwie war „die Luft raus“. Alles schien geordnet, jeder glaubte, dass er seinen Job als Führungskraft schon irgendwie richtig machen würde. Aber es gab immer mehr Brennpunkte im Unternehmen, dort eine Niederlassung die nicht die Ziele erreichte, hier ein Team oder ein Projekt mit Problemen.

Nichts, was man nicht schon kannte, und mit Bordmitteln lösen konnte. Überleben gehörte ja schließlich zu unserem Tagesgeschäft. Wir gewöhnen uns an das „Problem des Tages“ mit schnellem persönlichem Lösungseinsatz. Unser Erfolg schien nur vom Markt bestimmt zu werden. So gab es gute Jahre und weniger gute Jahre und für uns eine vermeintliche Komfortzone. Die Anziehungskraft des Tagesgeschäftes, die Routine, hatte uns vollständig im Griff!

Das jährliche Strategiemeeting wurde in den letzten Jahren aus Kostengründen nur noch von den geschäftsführenden Gesellschaftern und Prokuristen durchgeführt. Das Ergebnis waren keine Ideen und Strategien, sondern zunehmend nur ein Thema: „Wo können wir Kosten senken und Personal abbauen?“. Alles war sehr demotivierend, es gab keine mittel- und langfristige Strategie und Planung. Das Tagesgeschäft und die Zahlen der Vergangenheit lähmten jeden Versuch, für die Zukunft zu planen.

Auch wenn wir nicht mehr viele gute Ideen hatten, eins war uns klar, so ging es nicht weiter und wir benötigten externe Hilfe. Nachdem mit mehreren Beratungsunternehmen gesprochen wurde, fiel unsere Wahl auf DiCon. Insbesondere Claus-G. Diers begeisterte uns im Erstgespräch mit richtigen Fragen und einem sehr ausführlichen Besprechungsprotokoll. Wir fühlten uns von Anfang an gut aufgehoben, weil er unsere Situation sehr gut verstanden hat. Alle Ausarbeitungen bis hin zum Angebot waren individuell und maßgeschneidert.

Wir glaubten allerdings, dass ein Berater einfach auf unsere Prozesse schaut und uns dann sagt, was wir hier und da verändern müssen um wieder ein Unternehmen zu erhalten, welches profitabel ist und in dem es wieder Spaß bringt, zu arbeiten.

Doch mit jedem weiteren Gespräch mit den Beratern Claus-G. Diers und Michael Ahlswede wurde uns bewusst, dass „der Fisch vom Kopf stinkt“. Nur durch unsere eigene Verhaltensänderung, beginnend bei den Unternehmern und weiter über alle Führungskräfte kann ein Veränderungsprozess gelingen. Wer andere verändern will, muss bei sich selbst anfangen!

DiCon schaute sehr genau auf die Hintergründe, die Motivation unseres Handelns und insbesondere auch Nicht-Handelns. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen wurde zunächst mit jeder einzelnen Führungskraft ein Interview durchgeführt. Das Ergebnis war eine verblüffende und für jede Führungskraft sehr schmerzliche Zusammenstellung der Fremdbilder. Dazu ein Zitat von DiCon: „Es ist wichtig, was wahr ist – noch wichtiger ist, was beim anderen ankommt.“

Die vermeintliche Harmonie der Führungskräfte wurde von DiCon professionell enttarnt und es kam die Wahrheit ans Licht, was wir mittlerweile voneinander hielten. Da war nach teilweise 25 Jahren Zusammenarbeit nicht mehr viel übriggeblieben.

Wir im Führungskreis trauten uns wechselseitig die Zukunft nicht mehr zu und dieses Gefühl hatten auch alle Mitarbeiter. Schon in unserer obersten Führungsebene fehlten Wertschätzung, Respekt und Vertrauen.

In den von DiCon moderierten Workshops zum Teambuilding haben wir begonnen, die Distanz zwischen den Führungskräften wieder zu schließen. Wir fingen wieder an, miteinander, statt übereinander zu sprechen.

Danach wurden zwei Arbeitsgruppen gebildet, in der Mitarbeiter und Führungskräfte zu den Themen „Führung und Kommunikation“ sowie „Strategie“ einen Ist-Zustand erarbeiteten. Diese Maßnahme hatte mehrere ungeahnte Effekte. Durch die Einbindung von Mitarbeitern aus unterschiedlichsten Bereichen gab es sehr wertvollen und neuen Input. Zusätzlich lernten sich Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe kennen und schätzen.

Durch die konsequente Begleitung von DiCon wurde in der Arbeitsgruppe sehr fokussiert gearbeitet. Die Arbeitsergebnisse waren klar und deutlich formuliert und wurden der Geschäftsleitung präsentiert.

Die Arbeitsgruppen legten anschließend fest, welche Unterziele als nächstes verfolgt werden sollten. Neben zwei strategischen Themen wurden herausgearbeitet:

Diese Unterziele wurde jeweils von Teilarbeitsgruppen bearbeitet, dabei erfolgte immer wieder eine Abstimmung mit der gesamten Arbeitsgruppe.

Es war unglaublich, wie DiCon immer die Übersicht behielt und alle Maßnahmen koordinierte. Die beteiligten Mitarbeiter waren sehr engagiert, obwohl das Tagesgeschäft auch noch erledigt werden musste.

Man spürte, wie sich im Unternehmen eine Energie, eine unsichtbare Kraft aufbaute. Der Wandlungsprozess begann und bekam einen wundervollen Namen: move.IT

Unter diesem Motto bereiteten die Arbeitsgruppen eine Veranstaltung in der Stadthalle Osnabrück vor. Eine Präsentation von den Mitarbeitern für die Mitarbeiter. Um den Startschuss für die Definition der Soll-Zustände zu geben. Wie soll eine gute Führung aussehen, was ist eine sinnvolle Kommunikation. Neben den Präsentationen gab es ein Worldcafe, in dem alle Mitarbeiter zu den unterschiedlichen Themen ihre Ideen einbringen konnten. Einen Eindruck von der Veranstaltung vermittelt dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=mwueAGKcrdQ

Nach einem Jahr intensiver Vorbereitung hatten wir mit Hilfe von DiCon einen Soll-Zustand herausgearbeitet, hoch effektive Arbeitsgruppen für verschiedene Themen gebildet, eine strategische Ausrichtung formuliert und eine Veranstaltung in der Stadthalle durchgeführt, die ausschließlich von den Arbeitsgruppen geplant und durchgeführt wurde. Und das war erst der Anfang.

Wir haben heute, nach drei Jahren Zusammenarbeit mit DiCon, ein anderes, wesentlich besseres Unternehmen. Wir sind wieder Stolz auf unser Unternehmen, wir trauen uns viel mehr zu. Wir sprechen viel mehr miteinander, tauschen uns aus. Der Umgang ist wesentlich respektvoller und auch verbindlicher. Wir haben Werte definiert, für die wir stehen. Wir Führungskräfte haben gelernt und verstanden loszulassen. Viele Entscheidungen werden direkt von den Mitarbeitern getroffen. Wir lernen voneinander. Es gibt wieder ein Wir-Gefühl, wechselseitige Wertschätzung prägt unser Handeln.

Die Vision von einem zutiefst humanen und gleichzeitig hoch profitablem Unternehmen geht in Erfüllung.

Wir danken DiCon für diese extrem erfolgreiche Zusammenarbeit. Ohne DiCon wäre unser Unternehmen nicht da, wo es heute ist.

Marco Naber
Hamburg, im Oktober 2016

Link: https://www.sievers-group.com

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